Cape Leveque, 200km nördlich von Broome, wurde mir von vielen Leuten glühend empfohlen - die Chance, mit den Franzosen Pascal und Claire auf einen kurzen Campingtrip dorthin zu fahren ergriff ich gerne, anstatt dies später alleine zu unternehmen. Der Weg ist etwa zur Hälfte ungeteert und war damit ein erster Test für meine Unfallverarbeitung, was sich stärker äusserte wenn ich nicht selbst am Lenkrad sass. Das Gefühl, wie schnell man von der Strasse fliegen kann sitzt mir definitiv und wohl gesundheitsfördernd in den Knochen.
Für einmal wurden auch die hohen Erwartungen nicht enttäuscht, selbst der happige Preis von $55 für den Beach Shelter schien irgendwie gerechtfertigt, mit einmal Umfallen erreicht man den Strand, an dem ich endlich zum Schnorcheln kam, zu lange war's her. Obwohl die Sicht nie an die pazifischen Inseln herankam, war die Unterwasserwelt fast spannender - nachdem wir gecheckt hatten, dass durch die erstaunende Differenz von 8 Metern zwischen Flut und Ebbe nur letzteres gute Bedingungen bietet. Ich traf einen kleinen Hai, viele kleine Stingrays und einen riesigen (Stachel länger als 2m), und allerbest, Schildkröten - eine davon hatte keine Angst und ich durfte minutenlang mitschwimmen.
Im Französisch-Trainingslager hatte ich eine Hochglanzerleuchtung, als ich die Frage nach unseren Nationalgerichten mit Raclette und Fondue beantwortete, und anfügte "... donc tout les deux contiennent le fromage fon...du ---". Gecheckt?
Im Französisch-Trainingslager hatte ich eine Hochglanzerleuchtung, als ich die Frage nach unseren Nationalgerichten mit Raclette und Fondue beantwortete, und anfügte "... donc tout les deux contiennent le fromage fon...du ---". Gecheckt?
Zurück am Cable Beach holte ich noch die restlichen vorausbezahlten Nächte nach, plus einer zusätzlichen, die ich mir selbst als Gnadenfrist zugestand. Weiss schon, die Bilder von den Sonnenuntergängen nehmen Überhand, aber ist nun mal Hauptbeschäftigung und -attraktion.
Inzwischen bin ich mit gemietetem 4wd bereits über den Karijini National Park hinaus, von dem ich gerne auch noch berichten werde. Aber noch viel katastrophaler: Heute hat meine Kamera den Geist aufgegeben, und macht keinen Wank mehr. Im schlimmsten Moment, kurz nachdem ich erlickt habe, wie man mit dem Mond auf Fotos schreiben kann (hochgradig komplizierter Vorgang;), ausserdem baldig so viel Schönes festzuhalten und keine Kamerareperaturstätte in nahzukünftiger Sicht. Falls jemand mit dem Universum in engem Kontakt steht - bitte auszurichten, dass ich keine Lust auf die "ohne Kamera vor dem Gesicht sieht man mehr" Lektion habe und sie morgen früh einfach wieder funktionieren könnte, Merci tuusig. Dementsprechend könnten die Bilder von Broome und Cape Leveque tragischerweise vorerst die letzten sein - oder die letzten Anständigen, falls ich dazu übergehen muss, alles mit dem Handy zu photographieren, Ächz.


