Montag, 30. Juni 2014

Süesses Dehei

Wie das lange Zögern wohl schon verrät, dieser Eintrag hat sich nicht von alleine aufgedrängt, und er entsteht wohl auch jetzt grösstenteils, weil er angekündigt war.

Ich hatte das Nachhausekommen einfacher in Erinnerung. Nicht dass es mir dabei schlecht geht, im Gegenteil. Immer noch erfüllt mich etwas zwischen grosser Zufriedenheit und Glück. Schwieriger fällt mir aber die Umstellung zu weniger automatischer Bewegung. Ich hatte in diesen Tagen oft das Bild vor Augen, durch Zuckerwatte zu laufen. Das Leben hier in Bern ist extrem süss und komfortabel, vor allem jetzt im Sommer, doch es braucht, vielleicht gerade deshalb, auch Energie, um sich zu bewegen. Es ist einfach, festzukleben. Dies steht für mich in krassem Gegensatz zum vergangenen Jahr, als ich mich vogelfrei durch die Luft gleitend gefühlt habe, stets weiterkommend beinahe ohne mit den Flügeln zu schlagen. Nun ist es nicht so, dass ich hier gar nichts unternommen hätte - ich habe viele meiner langvermissten Freunde wiedergetroffen, war in den langvermissten Bergen, in der kühlen Aare, habe Korbball- und Lauftraining wieder aufgenommen, habe sogar das Reisen noch etwas verlängert mit einem sehr schönen einwöchigen Roadtrip, um meine Schwester Katrin in Wismar, Sonja in Hamburg, Mia in Brüssel, Tante Pia und Götti Marc in der Nähe von Namur zu besuchen (damit sind nun auch fast genau die erdumfassenden 40'000 km im Auto zurückgelegt). Doch gleichzeitig fühlt es sich etwas an, als wäre ich auf Entzug von alltäglichen Reizbeflutungen, Aufregungen und Eindrücken. Ich denke ich werde mich schnell auch wieder hieran gewöhnen, ohne jedoch dadurch meine Überzeugung zu verlieren, dass Reisen die beste Art zu leben ist. Ich habe in diesem Jahr mehr gesehen und erlebt, mehr neue Leute und damit auch neue Einflüsse in meinem Leben gehabt, als in wahrscheinlich fünf Jahren zuhause. Die Anzahl soll hier nicht unabhängig von der Qualität gesehen werden, und es gibt nur etwas mehr als eine handvoll Menschen, von denen ich glaube, dass wir auch wirklich den Kontakt aufrechterhalten werden. Doch selbst kurze und isolierte Begegnungen haben häufig ihren Wert und Reiz, gerade weil dabei oft unterschiedliche Kultur, Sprache, Herkunft einen sofortigen Spannungsbogen erzeugen, der zusammen mit der ungezwungenen Freiheit der Situation einen schnellen Wegfall vom Smalltalk, einen ungehemmten Austausch von persönlichen Ansichten und ein äusserst offenes Aufeinandertreffen ermöglichen. Selbstverständlich entsteht noch häufiger keine wirkliche Verbindung, doch das stellt nach einer Weile höchstens noch ein Hintergrundrauschen dar. Hält man sich dazu noch all die verrückt schönen Orte vor Augen, die es zu sehen gibt (eine Auskopplung einiger Bilder von der Reise, wer's auf Facebook noch nicht gesehen hat), die beinahe totale Absenz von Zwang, Stress und Belastung - ich war nicht einmal krank in diesem Jahr, es fällt schwer zu begründen, wieso ich dies nicht schon früher wieder gemacht habe. Zu erschwerenden Faktoren für eine lange Reise gehören bestimmt: mangelnde finanzielle Mittel (ich habe 3000-4000.- pro Monat veranschlagt, war aber auch in eher teuren Ländern, habe wenige der Kosten geteilt und kaum gespart), Kinder (es gibt ganz klar mehr zu organisieren und zu planen, aber ich habe viele glücklich reisende Familien getroffen, auch mit Kleinkindern), und berufliche Hindernisse (nicht jeder hat so verständisvolle Chefs oder die Gewissheit, sowieso wieder einen guten Job zu finden).
Und doch ist da mehr, das hindert, was eigentlich nicht hingehört. Die Vorstellung, nur ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein, wenn man ständig arbeitet. Geld und Besitz als Wert, dessen Vermehrung und Anhäufung man im Leben anzustreben hat. Die zwingende Konformität mit dem Lebensmodell der Mehrheit unserer Bevölkerung. Wir sind wohl fast alle in der unheimlich glücklichen Situation, dass wir uns grosse Wünsche erfüllen können. Wir leben in der Schweiz, haben eine gute Ausbildung, einen guten Verdienst und sind somit bessergestellt als etwa 99.5% der Welt. Wir leben in einer Zeit in der das Reisen einfach gemacht wird, es aber noch intakte Natur und abgelegene Ecken zu entdecken gibt.
Ich versuche hier nicht, jemanden vom Reisen zu überzeugen, der sich nicht dafür interessiert. Wie bei allem kann man mehr oder weniger dafür geschaffen sein, und ich habe genügend Leute (vor allem deutsche Abiturienten in Australien) angetroffen, die nicht einen Traum verwirklicht haben sondern einem anderen sozialen Druck gefolgt sind. Meine Hoffnung ist vielmehr, dass wer sich sowieso schon mit dem Gedanken trägt und Lust aufs Reisen hat, seine Ausreden ernsthaft überdenkt.

Mein letztes Jahr ist ein erfüllter Traum, Danke dass ihr ihn mit mir auf diesem Weg geteilt habt.


Samstag, 31. Mai 2014

Desert wind (partly english)

Es dauerte eine Weile, bis mich Oman für sich eingenommen hatte, aber mit den lichter werdenden Khareef Nebeln gewann ich eine famose Sicht auf die wilden Landschaften, schroffe Berge direkt am türkisen Meer, die "Fjorde Arabiens" in Musandam, halbausgetrocknete Flussbette und glitzrigklare Pools, Strand und Wüste, alte Forts und Dörfer in versteckten Winkeln mit ihren Plantagen. Über und durch all dies trug mich der zuverlässige und unzerstörbare (ich hab's versucht) Landcruiser, ohne sich je ernsthaft zu beschweren. Die grösste Qualität Oman's bleiben für mich jedoch die Menschen, ein ruhiges, intelligentes, zufriedenes Volk, das mir auch ohne viele Worte grosse Akzeptanz, Wärme und Freundlichkeit entgegen brachte. Ein Moment von vielen: An einem Grenzposten im absoluten Niemandsland konnte ich nicht passieren, worauf ich aber durch riesige Schilder lange zuvor vorbereitet worden war - ich wollte einfach bis zum Ende der Strasse fahren. Vom Wächter, mittzwanzig mit Maschinengewehr und Zahnspange, erwartete ich eine mürrische und vielleicht mitleidige Abfuhr, stattdessen war er peinlich berührt und entschuldigte sich wiederholt, dass er mich nicht durchlassen konnte. Es gab Leute, die mir einfach die Hand schütteln wollten, "Welcome" sagten, und dann weiter gingen.
Bilder von Musandam bis Sur.

Weniger schöne Seiten Omans sind: das Abfallproblem - selbst an sehr abgelegenen Orten findet man noch Pet-Flaschen und Plastiksäcke, und im Supermarkt besteht null Verständnis dafür, wenn man die Plastiksäcke ablehnt; Ungeichberechtigung - Obwohl emanzipierter als in anderen arabischen Ländern, müssen sich Frauen im öffentlichen Leben teilweise dennoch unsichtbar machen; der Verkehr - an irgendeinem Punkt entschied ich, dass es weniger gefährlich ist über dem Speedlimit zu fahren, als ständig in halsbrecherische Überholmanöver verwickelt zu sein.

Die Off-season hat hier vorwiegend finanzielle Vorteile und machte eine gelegentliche Hotelnacht durchaus bezahlbar. Auf der anderen Seite sprach ich in den drei Wochen nicht mit einem Touristen (ein paar wenige wären hier), und sah kein einziges Zelt. Das liegt vor allem an den vorherrschenden Saunatemperaturen, die kombiniert mit dem Kleidungsanstand auch für mich grenzwertig waren - in den letzten drei Tagen stieg das Thermometer jeweils auf über 45°C. Das Meer hat zwar perfekte Badetemperatur, ist aber wohl im Winter ruhiger und klarer. Trotzdem sah ich beim Schnorcheln neben den üblichen Verdächtigen den grössten Fischschwarm je, ein Gefühl wie an einer Bahnschranke in den USA, als einer dieser endlosen Güterzüge vorbeifuhr... eine schönere Version davon.

So here goes a lonesome paragraph in English, written in appreciation of those loyal german-disadvantaged friends who despite my choice of language have kept checking my blog with admirable stamina.

Driving into the desert was a long-cherished dream of mine. Rolling hills of scorching heat, eternal beauty and of course sand particles. Off the packed trail and up the dunes, got stuck once on a ridge and played a while in the sand, shovel only, no bucket. The daywind feels like there's a giant blowdryer somewhere, a curse until it subsides and you realise it's even hotter without it. The nightwind, blowing the sand back the other way, a gentle lukewarm caress. After a night and a day everything is coated both sides in sand, not sure if I'm sandcoloured or the sand was skin hued from the start. During the day, staying in the scarce shade, keeping myself from crawling under the car, pondering a chess position, staying hydrated which is a near impossible feat, reading Jack Kerouac's On the Road which may cook your brain even in cold climates, walking around in the heat of the day for kicks, stumbling further towards that beckoning sweet whiff of insanity. At night lying on the roof of the car, passing on the music in my ear to the twinkling stars at the top of my lungs, releasing the craziness. Ever heard that there are more stars in the universe than sand grains on earth? Unfathomable when you find yourself surrounded by dunes. All the while drinking in the pure, simple, rugged, quiet beauty of the landscape, its serenity only slightly impacted by three noisy flies that discovered the car shade, and in one sorry instance, by scat loving beetles. 

Riz Casimir, wer hat's erfunden? Nicht die Schweizer, obwohl sie's behaupten, sondern die Inder aus der Kashmir Region.

Ich habe schandhaft wenig Arabisch gelernt, wurde aufgehalten vom Willen, zuerst die Schrift zu verstehen. Diese liest sich bekanntlich von rechts nach links, was nicht für Zahlen gilt. Stellt sich auch heraus, dass unsere "arabischen Ziffern" eigentlich westarabisch genannt werden müssten und in ihrer heutigen Form in Nordafrika entstanden sind, und nur beschränkt Gemeinsamkeit mit den ostarabischen aufweisen:
0=٠‎, 1=١, 2=‎٢‎, 3=٣, 4=‎٤‎, 5=٥‎, 6=٦,‎ 7=٧,‎ 8=٨‎, 9=٩‎

Morgen fliege ich zurück in die Heimat, was grösstenteils kribbelnde Freude macht, und nur ein bisschen wehmütig stimmt. Ich bleibe noch zwei Nächte in der Jugendherberge und setze damit ein altes Vorhaben in die Tat um. Es gibt mir die Chance, Bern mit den Augen eines Touristen zu sehen, und herauszufinden, welche Art Backpacker in der Schweiz unterwegs ist. Vielleicht entsteht dabei auch ein fliessenderer Übergang. Ich hoffe euch alle möglichst schnell wiederzusehen, freue mich sehr darauf!

Ich werde wohl noch einen letzten Eintrag schreiben, mit denjenigen nostalgischen Rückblicken und gesammelten Reiseweisheiten, die ich nicht für mich behalten kann.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Neblig mit Sandkörnchen

Meine Reise in den Oman ist das Resultat einer Idee und fünf Minuten googlen. Entsprechend die Unvorbereitung, der ich in den letzten Tage in Perth auf den Leib rücken musste. Darunter und unter dem trüben Wetter verschwand meine Lust, in Perth noch viel zu unternehmen. Das Wickham Retreat Backpackers jagte mich mit seiner WG-Stimmung auch nicht unbedingt vor die Tür, dafür traf ich aber Hayley wieder, die sich als leichtgeekig nummerhirniges, indischessendes, lautergleichansichtiges Ebenbild von mir herausstellte, mit einer Faszination für Arsenvergiftungen (beruflich, nicht privat). Chris und Francisco, von Alice Springs bzw. Bellingen her, traf ich in Perth zufällig ebenfalls ein zweites Mal, kleines Australien. 

Als vorübergehenden Ersatz kaufte ich eine gebrauchte Nikon D3100, und obwohl sie nicht an meine weiland Pentax herankommt bin ich ziemlich happy mit den Bildern, die sie macht: Dubai, Muskat, Souq Plateau, Wadi Tanuf, Jabal Shams, Wadi Damm.

Eine Nacht in Dubai war nicht genug, um mich von meiner Skepsis gegenüber dem Ort zu befreien, und wenn es ein Mekka der Konsumkultur und des Kapitalismus gibt, wäre dieser bestimmt ein Kandidat mit seinen kolossal pompösen Einkaufszentren. Der weitläufigen Stadt fehlt auf den ersten Blick wie erwartet der Charme, aber vielleicht versteckt er sich ja nur.

Der kurze Satz nach Muskat dreht die Zeit nicht ganz so weit zurück, wie man vielleicht erwarten würde, denn Sultan Qaboos führte das Land seit 1970, als er seinen sehr konservativen Vater entmachtete, eigenhändig aus dem Mittelalter in die Neuzeit. Gut ausgebaute Strassen und Telekommunikation, Ausbildungsstätten auf westlichem Niveau, Spitäler, alles Symptome einer der wohl weltweit gutartigsten Diktaturen (oder "absolute Monarchie"). Die UN kürte Oman 2010 zum Land, das in den letzten 40 Jahren den grössten Sprung in seiner Entwicklung gemacht hat. Trotz der grossen Umwälzungen scheint der Spagat zwischen alten Traditionen und Moderne beinahe mühelos zu gelingen, ein einfaches Bild dafür sind moderne Geschäfte und Hotels, alle in den Mantel arabischer Bauweise gehüllt. Die Omanis wirken aufgeschlossen, meistens sehr (gast-)freundlich und sprechen mindestens ein paar Brocken englisch.

Noch auf dem Flughafen wurde deutlich, dass es hier zu märten gilt, das GPS zu meinem Toyota Landcruiser kostete anfangs der Verhandlungen phantasievolle 12.- pro Tag, am Ende noch 3.75, was immer noch zu viel ist. Das nötige Equipment für das wilde Campen (Zeltplätze gibt es kaum, Hotels sind unanständig teuer) und die 4wd-Fahrten konnte ich glücklicherweise grösstenteils mieten, verglichen mit Australien war ich viel schneller startklar und froh, aus dem nicht extrem spassig zu fahrenden Muskat zu entfliehen. 

Der Verkehr ist für Asien relativ gesittet, trotzdem bedeutet Abstand halten alles was keine Beule gibt, die Wahl der Spur ist weder vorgegeben noch lange bindend, Hinweisschilder sind zwar englisch/arabisch zweisprachig aber oft zu spät, Temposchilder sind grundsätzlich Dekoration und als Folge davon gibt es tausendundeinen Speedbump. Benzin ist subventioniert spottbillig (-.27/l). Mit meinem Gefährt war ich erst nur halb zufrieden, etwas klobig, no frills at all, kein Bluetooth, ein einziger 12V Anschluss. Die erste Steinpiste belehrte mich aber des Wesentlichen, und darin ist der Landcruiser wie erwartet klasse.

Insgesamt fühle ich mich sehr sicher hier, es besteht auch eine grosse Toleranz gegenüber dem wilden Campen - man muss das Zelt schon fast in den Grundfesten einer zukünftigen Moschee platzieren (erste Nacht:), damit man (freundlich) weggewiesen wird.

Gehörig auf die Laune schlug mir bisher ein fast alltäglicher Dunstschleier aus Sandstaub, der den Himmel in ein unvorteilhaft graugelbes Licht rückt und jede Aussicht verschleiert. Unsicher, wie langanhaltend oder gar chronisch der Zustand ist, war ich erleichtert, als die Sicht kurz aber rechtzeitig aufklarte für Jabal Shams, höchster Berg Omans mit 3000m, und den gleich daneben liegenden "Grand Canyon". Entlang der steilen Wände führt eine fantastische Wanderung zu einem ebenso verlassenen wie unwahrscheinlichen Dorf im Rachen des Canyons, wo der Terrassenanbau 1000m über dem Talboden zusammen mit dem Wasserfall offenbar einmal ein abgeschiedenes Dasein ermöglichte. Dieses führt auch Saif, den ich den Berg hinauf mitnahm und der am Ende der Strasse an der Canyonkante wohnt. Er lud mich zu Kahwa und Datteln ein, was einen kurzen Abwehrreflex auslöste, denn normalerweise sind kulturübergreifende Hausbesuche für mich eher eine Pflichtübung, zu unfrei, verständigungserschwert einwortprosatzig, und häufig mit gelderhoffendem Unterton belastet. Der Reflex wich aber schnell dem Gefühl, dass damit Bilder in mir zum Leben erwachen, die wohl als erstes von den Büchern Karl Mays, vor über 25 Jahren, gemalt worden waren. Die Einfachheit des Raums (eine Tür, ein Fenster, ein Strohteppich, eine hastig zusammengerollte Schlafmatte), die Absenz von Dekorum oder Befangenheit, der wahrscheinlich erste Cappuccino meines Lebens den ich wirklich mochte - einziger Wermutstropfen blieb ein beschränkter gemeinsamer Wortschatz. Als ich ihm zum Abschied Güezis mitgeben wollte, winkte er mit Bestimmtheit ab. Ein Stück Arabien, wie ich es zu sehen erhofft hatte.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Rot Gold Türkis


Mit gemietetem Vierradvehikel war ich gemütlich unterwegs, als mich eine sichtlich pressierte Fahrerin mit ihrem Campervan überholte. Nach einem Stop ihrerseits wiederholte sich das Szenario, und beim nächsten Roadhouse ging ich hin und erschreckte sie mit "Hi Hayley!". Beide hatten wir nach einem Reisekumpan gesucht und waren per Mail in Kontakt gewesen, sie hatte aber nur acht Tage Zeit bis Perth, viel zu wenig. Alleine mit Campervan, das schloss einen Irrtum fast aus, ihre Überraschung von einem Wildfremden mit Namen angesprochen zu werden war aber zufriedenstellend gross. Wir blieben auf dem gleichen Zeltplatz und begegneten uns Tags darauf per Zufall nochmals, ziemlich abseits der direkten Route.

Als erste echte Station standen die engen Schluchten des Karijini National Parks an, eine vom Wasser in die Landschaft gefräste Wunderwelt aus Felswänden, Wasserfällen und Teichen, voller Pflanzen und Tiere. Die Aborigines messen dem Fern Pool spezielle Bedeutung zu, und man ist gebeugt dies nachzuvollziehen. Schwimmen darf man dort trotzdem, das kulturelle Entgegenkommen beschränkt sich darauf, Würde zu bewahren und nicht hineinzuspringen, ausserdem ist der Weg dahin nicht mehr auf den offiziellen Karten zu finden.


Im Cape Range National Park, der einen Teil des fantastischen Ningaloo Reefs beinhaltet, wurde vor sieben Jahren meine Leidenschaft für die Unterwasserwelt geweckt, leicht verkehrterweise von einem schlafenden Riffhai. Nach etwas Angewöhnung lernte ich diesmal die im Vergleich mit den pazifischen Inseln unterdurchschnittliche Sichtweite auf eine Art beinahe schätzen, denn nur wenige Meter entfernte Schatten, die sich plötzlich in Haie verwandeln, erzeugen selbst bei angwöhnten Nerven einen herzaussetzenden Kick. Massenhaft Schildkröten, die sich (nur ganz leicht genervt) berühren lassen, eine kolossale Meeresschildkröte, Riffhaie, ein Ammenhai oder vielleicht Zitronenhai, Stachelrochen, zwei riesige Napoleonfische und all die kleineren Fische, weniger als hundert Meter vom Strand entfernt. Mit einem etwa 1m20 grossen Weissspitzenriffhai schlossen sich beim letzten Schnorchel gleich mehrere Kreise. Nachdem ich ihm mehrere Minuten auf seinem gemächlichen Rundgang folgen konnte, umkreiste er einen Korallenfels und passierte in Griffweite unter mir, als wäre ich nicht da. Kurz danach legte er sich unter einem anderen Felsen zur Ruhe, aus der er sich nicht durch nichts mehr bringen liess.

Ningaloo ist zudem einer der wenigen Orte weltweit, an denen man zuverlässig Walhaie sehen kann. Die Saison hatte gerade begonnen, und ich liess mich nach einem Tag murren auch vom schwindelerregenden Preis von etwa 320.- nicht von der Tour und dem Erlebnis abhalten.
Ein Flugzeug hält nach den etwa 5-12 Meter langen Tieren Ausschau und gibt die Position an die Schiffe weiter, ein System das sehr gut zu funktionieren scheint. Leider waren die Walhaie an diesem Tag im tiefblauen und klaren Wasser scheu, und tauchten regelmässig langsam ab, so dass wir nie mehr als ein paar Minuten mit ihnen im Wasser waren, bevor die andere Gruppe von zehn Leuten an der Reihe waren. Ich erhielt nie die Erlaubnis hinunterzutauchen (auch nicht auf Abstand), und der Ablauf ("Absitzen! Maske auf! Zum Heck rücken! Warum ist die Maske nicht auf?! Ins Wasser! In einer Linie bleiben! Blick in diese Richtung! Köpfe ins Wasser!" - hier folgt kurzes mitschwimmen mit dem grössten aller Fische - "Aufhören zu schwimmen! Eng zusammen bleiben! Rauf aufs Boot! Enge Gruppe bilden!") hatte mehr von Militär und Schafherde als von dosierter Effizienz. Ein Freiheitsentzug, dem das Augenblickgeniessen zum Opfer fiel. Gut möglich, dass die nicht wirklich souveräne Gruppenleiterin für einen Grossteil davon verantwortlich war. Die Aufforderung, auf TripAdvisor ein Review zu verfassen, mit der Anmerkung, pro Monat werde vom Manager der Tourfirma eines davon ausgewählt welches ihm gefällt, und der Verfasser erhalte die Tour rückerstattet, ist hingegen reine Bestechung. Meines gefällt ihm mit Bestimmtheit nicht. Zusammenfassend eine weitere Lektion dafür, dass ich nicht auf organisierte Touren gehen sollte - die restlichen Tage am Riff waren allesamt aufregender, zumindest im positiven Sinn.
Célia hat den Walhai mit etwas Glück bei einem normalen Tauchgang in Thailand angetroffen, ich bin sicher das war wesentlich eindrücklicher.

Die Coral Bay verdient ihren Namen in höchstem Masse - die riesigen Korallenfelder erinnern an einen knorrigen, mystisch düsteren Wald, gleichzeitig faszinierend und unheimlich. Beinahe die Oberfläche berührende Korallen formen Gebirgszüge und erzeugen ein Labyrinth von dazwischenliegenden Tälern, in denen die Fischbewohner Eindringlinge neugierig beäugen und man sich verlieren könnte. Besorgte Bootsfahrer boten mir einen Rücktransport an, als sie mich etwa eineinhalb Kilometer vom Strand entfernt auffanden.
In Coral Bay traf ich ausserdem Nitya wieder, die ihre Familie in Perth besuchte, mir mit dem Bus entgegenkam, und mich auf dem letzten Abschnitt zu meiner Freude begleitete. Sie versuchte mich zwar mit australischen Schoggiostereiern zu vergiften, doch ansonsten passte es perfekt, und es war schön diesen Abschnitt (wie schon letztes Mal, Gruss an Herman) mit jemandem zu teilen.

Die sandigen Pisten des François Peron National Parks hatten den Ausschlag gegeben für meine Wahl eines 4wd. Selbst damit blieben wir ein paar Mal stecken, kamen aber teilweise kaum dazu aufzusteigen bevor die Aussies ausschwärmten um mehr Luft aus den Reifen zu lassen, Sand wegzuschaufeln und das Auto anzuschieben - die gewohnte Hilfsbereitschaft. Am Skipjack Aussichtspunkt sahen wir an allen drei Tagen verglichen mit meinen Erinnerungen enttäuschend wenig im Wasser (bloss eine Gruppe Manta Rays;), und waren schon ein paar Schritte auf dem endgültigen Rückweg, bevor jemand ausrief eine Schildkröte zu sehen und wir nochmal umdrehten. Die Schildkröte stellte sich als Stein heraus, aber gleich darauf explodierte das Leben, Seegras entpuppte sich als Schwärme kleiner Fische, die den überall auftauchenden Haien auswichen, die Schildkröte wurde nun doch gesichtet und am Ende des Spektakels starteten gar noch zwei Mantas zum kurzen Flug aus dem Wasser. Die Farben der Küste in François Peron sind augenbetäubend - von einer roten Düne runtergepurzelt zum goldenen Strandsand mit schwarzer Marmorierung, ins türkise Meer getaucht.

Mit einsetzendem schlechtem Wetter waren wir nach kurzen Besuchen bei den unangepriesenen weissen Sanddünen nach Greenhead (ca. 17km, linkerhand) und den übertouristischen Pinnacles plötzlich schnell im kühlen und regnerischen Perth, wo ich mein untragbares Campingzeugs verschacherte, bisher vergeblich versuchte meine Kamera geflickt zu erhalten, und die Reise in den Oman organisieren werde. Zudem traf ich David, Arbeitskollege bei GlauxSoft, im letzten Moment bevor er mit einer Tour Richtung Broome abreiste.

Der kurze Abstecher zur Ferienhaus-Gemeinschaft Glenbourne nahe Margaret River fiel äusserst sympathisch aus, unter anderem durch ein Dauerbewohnerpaar, das ohne mit der Wimper zu zucken eröffnete, die eine Mitbewohnerin sei inzwischen vom schon länger bekannten (freundlichen) Geist besessen. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber schon längst gekauft von den aufgetischten bestechenden Lindorkugeln und nickte nur begeistert.

Die Westküste war nicht weniger zauberhaft als vor sieben Jahren, und gewinnt deutlich meine Stimme für die lohnenswerteste Destination innerhalb Australiens. Sie war aber diesmal bevölkerter, was vermutlich daran liegt, dass ich bereits in der etwas kühleren dry season (April bis September) unterwegs war. 
Fünf Monate in Australien, in einer Woche im 40grädigen Oman - im Moment fühle ich eine grosse Zufriedenheit aber auch etwas Desorientierung, die wohl auch mit dem total umgeschlagenen Klima zusammenhängt.

Die kaputte Kamera ist ein bedauernswerter und manchmal frustrierender Umstand, umso mehr, weil ich es sehr schwer haben werde, eine gute Alternative zu finden für Oman. Mit dem Handy Aufnahmen zu machen ist, wie ihr selbst sehen könnt, nicht vergleichbar. Einige der Fotos stammen von Nitya und ihrer Kompaktkamera, und die Walhaifotos wurden von der Tourfirma gemacht.

Dienstag, 8. April 2014

Lingering

Cape Leveque, 200km nördlich von Broome, wurde mir von vielen Leuten glühend empfohlen - die Chance, mit den Franzosen Pascal und Claire auf einen kurzen Campingtrip dorthin zu fahren ergriff ich gerne, anstatt dies später alleine zu unternehmen. Der Weg ist etwa zur Hälfte ungeteert und war damit ein erster Test für meine Unfallverarbeitung, was sich stärker äusserte wenn ich nicht selbst am Lenkrad sass. Das Gefühl, wie schnell man von der Strasse fliegen kann sitzt mir definitiv und wohl gesundheitsfördernd in den Knochen.

Für einmal wurden auch die hohen Erwartungen nicht enttäuscht, selbst der happige Preis von $55 für den Beach Shelter schien irgendwie gerechtfertigt, mit einmal Umfallen erreicht man den Strand, an dem ich endlich zum Schnorcheln kam, zu lange war's her. Obwohl die Sicht nie an die pazifischen Inseln herankam, war die Unterwasserwelt fast spannender - nachdem wir gecheckt hatten, dass durch die erstaunende Differenz von 8 Metern zwischen Flut und Ebbe nur letzteres gute Bedingungen bietet. Ich traf einen kleinen Hai, viele kleine Stingrays und einen riesigen (Stachel länger als 2m), und allerbest, Schildkröten - eine davon hatte keine Angst und ich durfte minutenlang mitschwimmen.

Im Französisch-Trainingslager hatte ich eine Hochglanzerleuchtung, als ich die Frage nach unseren Nationalgerichten mit Raclette und Fondue beantwortete, und anfügte "... donc tout les deux contiennent le fromage fon...du ---". Gecheckt?

Zurück am Cable Beach holte ich noch die restlichen vorausbezahlten Nächte nach, plus einer zusätzlichen, die ich mir selbst als Gnadenfrist zugestand. Weiss schon, die Bilder von den Sonnenuntergängen nehmen Überhand, aber ist nun mal Hauptbeschäftigung und -attraktion.

Inzwischen bin ich mit gemietetem 4wd bereits über den Karijini National Park hinaus, von dem ich gerne auch noch berichten werde. Aber noch viel katastrophaler: Heute hat meine Kamera den Geist aufgegeben, und macht keinen Wank mehr. Im schlimmsten Moment, kurz nachdem ich erlickt habe, wie man mit dem Mond auf Fotos schreiben kann (hochgradig komplizierter Vorgang;), ausserdem baldig so viel Schönes festzuhalten und keine Kamerareperaturstätte in nahzukünftiger Sicht. Falls jemand mit dem Universum in engem Kontakt steht - bitte auszurichten, dass ich keine Lust auf die "ohne Kamera vor dem Gesicht sieht man mehr" Lektion habe und sie morgen früh einfach wieder funktionieren könnte, Merci tuusig. Dementsprechend könnten die Bilder von Broome und Cape Leveque tragischerweise vorerst die letzten sein - oder die letzten Anständigen, falls ich dazu übergehen muss, alles mit dem Handy zu photographieren, Ächz.

Freitag, 28. März 2014

Sunset Paradise

Broome, deutlich mehr als ein ordinärer Besen, kaum in Worten zu beschreiben. Eine langsamer tickende Uhr, ein himmlisches Farbenspektakel, immer anders aber nie ausbleibend, eine tropische Wüste, beinahe zweitausend Kilometer von einer grösseren Stadt, eine Sucht, langvermisst, voller schöner Erinnerungen. Cable Beach Backpackers, gleich wie vor sieben Jahren, Wardy arbeitet immer noch hier, wiedererkannt. Die Küche ein Glutofen. Das Meer verlockend, keine Abkühlung, keine Option wegen box jellyfish. Tagsüber sonnenröstend nur kurz auszuhalten, weite Distanzen ungehbar. Ich habe entzündete Augen, Ohren, Achillessehnen, zu viel Tauchen im Pool und Laufen im Sand. Eine Lichttreppe führt hinauf zum rot aufgehenden Vollmond. Die Wettervorhersage, ein einziger Sprung in der Platte. Kaum Fliegen, kaum Mosquitos, beim Eindunkeln haufenweise Sandflies. Fast ausschliesslich Badehose, im Pool, am Beach, ein T-Shirt nur in der Stadt oder im Lokal. Im durchzugslosen Zimmer dreht sich der Ventilator, vergebens. Durch den Tag warten auf den weltbesten Sonnenuntergang, hinpilgern, ihn gespiegelt doppelt geniessen, sich darin auflösen. Bilder davon machen, weil ich doch nicht aus meiner Haut kann. Duschen, oft und ohne abzutrocknen. Das älteste Freilichtkino der Welt unter Sternen und landenden Flugzeugen. Dinosaurierspuren tauchen bei tiefer Ebbe aus dem Meer auf. Am Horizont jeden Abend Blitze, der Sturm trifft uns höchst selten. Die wet season, vor allem Feuchtigkeit und Sonne, wenn es doch mal regnet, springen tags darauf tausend kleine Frösche. Die dry season kommt bald und verdreifacht die Einwohnerzahl, Zeit weiterzuziehen. Zurücklassen und doch mittragen, ein Paradies.

Freitag, 14. März 2014

Hightail

Mit einem von der Versicherung gestellten Mietauto verliess ich das Rote Zentrum und Alice Springs, mit dem Ziel damit die Westküste zu erreichen. Die Vertragsbedingungen nahmen dabei ziemlich starken Einfluss auf meine Planung - das Verbot auf unsealed roads zu fahren subtrahiert beinahe alle National Parks, die inklusiven 100km/Tag reichen nirgendwo hin und zwingen zu möglichst direkter Fahrt, die maximal 14 Tage Mietdauer lassen nicht viel Zeit. Also verzichtete ich auf den nördlichen Zipfel und den Umweg nach Darwin, Kakadu- und Lichfield Nationalpark - nicht ganz widerwillig, denn das bedeutet auch mehr Zeit an der Westküste. Die Freiheit, die ich durch das Mietauto verlor, gewann ich beinahe wieder zurück durch verminderte Sorgen um den Autozustand, und der Aufwand für Registrierung und Verkauf lassen mich vermutlich für den Rest bei einem Mietwagen bleiben.

Gerade läuft in Australien Wolf Creek 2, ein Horrorfilm eines Serienmörders im Outback, der es vor allem auf ausländische Touristen und Hitchhiker abgesehen hat. Die "wahren Begebenheiten" auf die sich das Prequel beruht sind ein Gemisch aus verschiedenen Morden, einer auf der Strecke Alice Springs Darwin, aber vor allem diejenigen eines Serientäters in New South Wales an der Ostküste (also nicht im Outback). Trotz den sehr dünn gesäten Fakten, gefassten Tätern und langem Abstand zwischen solchen Verbrechen hatte der Film eine nachhaltige Wirkung auf die Psyche von vielen Australienreisenden, und selbst die ansässigen Aussies lassen sich beeinflussen. Ich habe Mischa, vormals Tourguide bei Uluru und Hitchhiker auf dem Weg zum neuen Job kurz nach Alice aufgelesen, und der Film war schnell Thema. Am Abend lud ich ihn direkt bei einem anderen Hitchhiker ab, am nächsten Morgen nahm ich beide wieder mit, sie hatten sich nur 20km weiterbewegt, unter anderem weil es den meisten Lastwagenfahrern verboten ist, Anhalter mitzunehmen, und teilweise sogar eine Überwachungskamera im Cockpit mitfährt. Während Hitchhiken nie vollständig sicher ist, glaube ich hat das Outback einen zu schlechten Ruf dafür gekriegt. Der Abgeschiedenheit wirkt genauso verbindend wie isolierend, gerade wenn jemand eine Panne hat, einmal hatte ich pausierend die Warnblinker an, mangels viel Parkplatz neben der Strasse, was sofort zum Halten bewegte und Mischa einen Transfer verschaffte.

Unterwegs stoppte ich kurz im kleinen Kaff Elliott und bei Sue, einer Freundin von Nitya. Ich hätte dort übernachten dürfen, da ich aber schon mittags ankam blieb ich nur auf ein kurzes aber sehr interessantes Gespräch, sie arbeitet mit Aborigines Familien und versucht präventiv zu verhindern, dass Kinder in die child protection aufgenommen werden müssen. Ihr Bild von den Aborigines war entsprechend ausgewogen und differenziert, ungleich den Extremen vieler anderer Australier denen ich begegnet bin: die Einen sind mehr oder weniger offen rassistisch und ausfällig, für die Anderen ist jede Kritik oder Eingriff bei den Ureinwohnern unangebracht. Es ist vor allem diese zweite Gruppe, die mich beschäftigt hat, ich vermute die Haltung entspringt natürlicherweise dem nationalen schlechten Gewissen aufgrund der Gräueltaten der weissen Invasoren, aber auch einer aus kulturellen Unterschieden konstruierten Unantastbarkeit (erinnerte mich an Fiji), und vielleicht fast am bedenklichsten, einem Bedürfnis nach mystifizierten Inhalten im eigenen Leben und damit einem aktiven Wegsehen. Sue meinte auf die Frage, wieviel auf den Eingriff des weissen Manns zurückgeführt werden könne, dass fast alles damit zu tun habe, und dass die Aborigines wie traumatisierte Menschen handeln, was sich u.a. in der grossen Alkoholsucht, häuslicher Gewalt und vernachlässigten Kindern niederschlägt. Eine einfache Lösung sieht sie auch nicht, ein totales Alkoholverbot könnte vieles verbessern, aber sei leider theoretischer Natur. Während in den Städtchen im Outback fast immer randständige Gruppen von Aborigines zu sehen sind, habe ich persönlich noch nie eine aggressive Handlung direkt mitverfolgt.


In Katherine angekommen entschied ich aufgrund fehlenden Tempomats bei Hertz einen Autotausch anzustreben, denn Cruise Control spart bei diesen Strecken und Strassen eine Menge Anstrengung ein und macht die Fahrt damit auch sicherer. Vom lokalen Totsch wurde mir der Tausch verweigert, trotz des vorhandenen gleichen Modells mit Tempomat, mit der Begründung mein älteres Modell würde ihm weniger Geld einbringen. Sehr suspekt. Ich rief ergebnislos Hertz Kundendienst an, danach meine Versicherung, die riefen die Hertz Zentrale an, diese den Manager in Darwin, welcher wiederum dem Totsch befahl mir das Auto auszuhändigen, was dann plötzlich freundlich möglich war. Entspannten Fusses, Blick grösstenteils logelöst vom Tacho, mit besserer Soundqualität, war die restliche Fahrt nach Broome eine wahre Freude, die auch in den Unterbrüchen durch bemerkenswert schön angelegte Zeltplätze, immer mit Pool und einmal mit luxusresortigem Pool, nicht unterbrochen wurde.

Ich werde wohl um die drei Wochen in Broome bleiben, und der nächste Eintrag befasst sich mit diesem magischen Ort.