Montag, 19. August 2013

Augenzwinkern

Einige Stunden südlich von New Bern liegt die Universitätsstadt Charleston in South Carolina, die mir unter anderem von Scott ausdrücklich ans Herz gelegt wurde, wo sie trotz einer schwierigen Zeit für mich wohl eine Weile bleiben wird. Bei zunächst extrem heissen Bedingungen genoss ich das auffallend häufige Lächeln der Leute, die historischen Gebäude in der Innenstadt, den Strand, Kayakfahren (mit James, Joe, Alvaro, Delphinen und Pelikanen) und ein Hostel, in dem bei einer wechselnden Kundschaft von ca. 25 Leuten sofort jeder mit jedem spricht und eine enge Gemeinschaft entsteht, mit der sogar die lebendige Clubbing-Szene der Stadt Spass gemacht hat. Cheers to the spirited Irish crew;)! Danach wurde meine Sicht auf die "freundlichste Stadt Amerikas" (11 Jahre in Folge) leider durch die sintflutartigen Niederschläge und eine Augenverletzung getrübt. Erstere legte grosse Teile von Charleston unter Wasser, letztere mich lahm. Sie liess mich um 3 Uhr morgens schmerztränend den Notfall aufsuchen, der sowohl hochkompetent (sie weckten sogar den Spezialisten) als auch hochüberteuert (eine Schätzung belief sich auf $800) zu sein scheint. Augenscheinlich der Fähigkeit beraubt, selbst nach Knoxville in Tennessee zu fahren musste ich mich eine Nacht mit einem Feldbett in einen sowieso überfüllten 8er-Schlag zwängen, bevor mich Joe aus England in meinem Auto hinfuhr. In Knoxville konnte mir glücklicherweise meine Cousine Christina helfen, trotz Wochenende augenblicklich einen hervorragenden (und günstigeren) Arzt zu finden, inzwischen habe ich, viele Antibiotika- und Steroiden-Tropfen später, endlich wieder fast den Durchblick. Mit den sehr sportlich veranlagten Christina und Bill war ich ständig entsprechend unterwegs, wir besuchten ein Training des College (nicht Profiliga) Football Teams, dem (laut offiziellen Angaben) unglaubliche 39'000 Zuschauer beiwohnten (Platz haben über 100'000). Total meschugge und alle orange. Als es zu regnen begann sind die meisten geblieben und haben sich einfach unters Vordach verzogen. Ausserdem waren wir ständig Joggen und auch einmal im Gym, wo ich dann vor allem Basketball gespielt habe, zu meiner grossen Freude. Das Niveau war dabei ziemlich hoch und einer der Spieler, kleiner als ich, hat im Match auch eben mal gedunkt - Schuhe etwa bei meinen Ellenbogen.
Die Linsenprobleme haben sich auf die Anzahl (und Schärfe?;) der gemachten Bilder ausgewirkt, das wird sicher auch wieder besser.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen