Nicht nur die Namensverbindung zu Schottland hat mich nach Neukaledonien gezogen, auch die Bilder von weissen Stränden an türkiser (World Heritage) Lagune taten das Ihrige. Speziell die Île des Pins ist auch wirklich ein schönes Stück Erde, was sich aber auch schon herumgesprochen hat, entsprechend hoch der Influx von Touristen. Viele davon kommen aber bloss für eine Tagestour, mit der Fähre oder vom Kreuzfahrtschiff, davor und danach kehrt mehr Ruhe ein.
Während die Sicht unter Wasser und die Korallenbilanz deutlich getrübter sind als in Fiji und Vanuatu, gibt es - weiter entfernt von den Lobotomisten, die immer noch nicht gehört haben dass man Korallen nicht anfasst - noch schöne Plätze, an denen ich endlich auch Seeschlangen, Schildkröten, Stachelrochen und einen Hai sehen konnte.
Während die Sicht unter Wasser und die Korallenbilanz deutlich getrübter sind als in Fiji und Vanuatu, gibt es - weiter entfernt von den Lobotomisten, die immer noch nicht gehört haben dass man Korallen nicht anfasst - noch schöne Plätze, an denen ich endlich auch Seeschlangen, Schildkröten, Stachelrochen und einen Hai sehen konnte.
Im nächsten Jahr wird über eine mögliche Unabhängigkeit von Frankreich abgestimmt, was aber wahrscheinlich nicht viel daran ändern würde, dass man neben den in Klans organisierten Kanaken (44% der Bevölkerung) fast ausschliesslich Franzosen antrifft, viele davon auf der Suche nach (besser bezahlter) Arbeit. Für mich ergab sich daraus eine sehr konsequente, nicht unwillkommene Pause vom Englischen. Der Reisespass darf hier ohne Französisch nicht mal mit einreisen, habe ich gehört.
Das Preisniveau ist selbst ohne Höhenangst und mit Schweizer Gipfelerfahrung ein bisschen schwindelerregend, dank Zelt und Dosenfood blieb mein Budget aber auf festem Boden.
Das Preisniveau ist selbst ohne Höhenangst und mit Schweizer Gipfelerfahrung ein bisschen schwindelerregend, dank Zelt und Dosenfood blieb mein Budget aber auf festem Boden.
Neukaledonien ist äusserlich moderner als seine Nachbarländer, das Organisieren der Reise paradoxerweise aber eher schwerer. Neben einem chronischen Unterangebot an Unterkunft und fahrenden Untersätzen scheitert vieles an einer wahlweise entspannten oder faulen "j'm'en fous" Mentalität, die Telefone und Mails manchmal tagelang oder gänzlich unbeantwortet lässt. Auf der Île des Pins müsste man, könnte man neben dem Food auch die Rechnung verdauen, Restaurants spätestens am Morgen reservieren. Der grandiose Zeltplatz an der Baie des Rouleaux, gerade abgelegen genug um dem Touristentrubel weitgehend zu entgehen und sich einen Bruch zu holen beim Hintragen von 30kg Gepäck, liess mir mangelnde Spontanität aber schnell akzeptabel erscheinen.
Nach einer unerfreulichen Episode mit meinen Flugtickets in Verbindung mit einer unfähigen Reiseagentin habe ich inzwischen den Plan aufgegeben eine Woche früher nach Australien zu fliegen, hingegen besteht noch die Hoffnung, dass mein Matrosen-Inserat am Hafen eine Segelüberfahrt aufwassert. Ansonsten werde ich die Woche dazu nutzen, mit einem Mietauto um die Hauptinsel zu fahren.

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