Freitag, 28. März 2014

Sunset Paradise

Broome, deutlich mehr als ein ordinärer Besen, kaum in Worten zu beschreiben. Eine langsamer tickende Uhr, ein himmlisches Farbenspektakel, immer anders aber nie ausbleibend, eine tropische Wüste, beinahe zweitausend Kilometer von einer grösseren Stadt, eine Sucht, langvermisst, voller schöner Erinnerungen. Cable Beach Backpackers, gleich wie vor sieben Jahren, Wardy arbeitet immer noch hier, wiedererkannt. Die Küche ein Glutofen. Das Meer verlockend, keine Abkühlung, keine Option wegen box jellyfish. Tagsüber sonnenröstend nur kurz auszuhalten, weite Distanzen ungehbar. Ich habe entzündete Augen, Ohren, Achillessehnen, zu viel Tauchen im Pool und Laufen im Sand. Eine Lichttreppe führt hinauf zum rot aufgehenden Vollmond. Die Wettervorhersage, ein einziger Sprung in der Platte. Kaum Fliegen, kaum Mosquitos, beim Eindunkeln haufenweise Sandflies. Fast ausschliesslich Badehose, im Pool, am Beach, ein T-Shirt nur in der Stadt oder im Lokal. Im durchzugslosen Zimmer dreht sich der Ventilator, vergebens. Durch den Tag warten auf den weltbesten Sonnenuntergang, hinpilgern, ihn gespiegelt doppelt geniessen, sich darin auflösen. Bilder davon machen, weil ich doch nicht aus meiner Haut kann. Duschen, oft und ohne abzutrocknen. Das älteste Freilichtkino der Welt unter Sternen und landenden Flugzeugen. Dinosaurierspuren tauchen bei tiefer Ebbe aus dem Meer auf. Am Horizont jeden Abend Blitze, der Sturm trifft uns höchst selten. Die wet season, vor allem Feuchtigkeit und Sonne, wenn es doch mal regnet, springen tags darauf tausend kleine Frösche. Die dry season kommt bald und verdreifacht die Einwohnerzahl, Zeit weiterzuziehen. Zurücklassen und doch mittragen, ein Paradies.

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