Mittwoch, 18. September 2013

Roti Chempe

Den nächsten roten Felsen male ich hellgrün an. Irgendwann kriegt man genug davon, und auch von Menschenmassen, der ständigen Gewitterdrohung und Nationalparks könnte ich eine kurze Pause gebrauchen. Nicht dass die Parks nicht zurecht dort sind, wo sie sind, und gerade Bryce ist wirklich ein Stück Landschaft von einem anderen Planeten. Aber die Trails sind grösstenteils derart breit, gut ausgebaut, beschildert, frequentiert, dass man ständig an die Annexion durch die Zivilisation erinnert wird, ein Stück der wundersamen Natur bleibt dahinter unweigerlich verborgen. Der Hike in Zion war trotzdem ein Erlebnis für sich, der senkrechte Abgrund auf beiden Seiten adrenalinschiebend, der Gipfel mit dem Namen Angel's Landing rundumsichtig und von Streifenhörnchen befallen. Yusuke bestand leichtsinnig und leichtfüssig darauf, sich möglichst an keiner Kette festzuhalten und ist nur einmal ausgeglitten, wobei allerdings seine Kamera etwas Schaden genommen hat, was für einen Japaner mindestens so lebensbedrohlich ist wie der Fall in die Tiefe. Arches war etwas enttäuschend, diesen Park hat man nach dem Betrachten von (Schönwetter-)Fotos schon fast gesehen. Und dann war da noch Canyonlands, mit strahlendem Wetter, viel weniger Touristen, und einem blutgefrierenden Blick über die Klippe, der mich mehr beeindruckt hat als der Grand Canyon. Bilder aus Utahs Nationalparks:
Zion, Bryce Canyon, Arches, Canyonlands.

Dinge, die mich letzthin zum Lachen brachten:
Eine Schwedin: "We're practically from the same country!" (Viele Amerikaner tun sich schwer mit dem Unterschied zwischen Sweden und Switzerland)
Ein grosses Schild am Strassenrand: "Warning to tourists: Do not laugh at the natives!"
Ein Kind im Einkaufswagen, singend skandierend "Fruit loops! Fruit loops! ..."

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